Bierunterwelt Vilshofens besichtigt

Kommunalpolitik

Führung im Bierkeller macht Lust auf mehr

Der Wille ist da, die Bierunterwelt Vilshofens für die Öffentlichkeit entdeckbar zu machen.

Als „einmalige Gelegenheit“ in Bayern bezeichnete Stadtbaumeister Manfred Lippl die derzeit laufende Baumaßnahme. Lippl und der Kreisheimatpfleger Rudi Drasch führten eine Gruppe von Mitgliedern der Vilshofener SPD-Ortsvereine durch den Gang, der neben dem Gasthaus Zorbas am Stadtplatz beginnt. Organisiert hatten die Führung der Aunkirchener Stadtrat Robert Heininger und der SPD-Ortsvorsitzende Hans Gaissinger. Nach der knapp einstündigen Führung waren sich alle einig, dass weitere Führungen organisiert werden sollten, damit alle interessierten Bürgerinnen und Bürger die Chance bekommen, die Gänge zu besichtigen.

Manfred Lippl erläuterte die erfolgten Baumaßnahmen und die kommenden Umbauten. „Aus geschätzten 250m³ Bauschutt wurden knapp 500m³, die aus dem Gewölbe entfernt werden mussten“, so Lippl. An der Wand zeigte er, wie die Ziegel nach dem Sandstrahlen voraussichtlich aussehen werden. Nachdem der Stadtrat mehrheitlich den Beschluss fasste, den Umbau weiter zu verfolgen, kann dieses historische Gewölbe nun für die öffentliche Nutzung hergerichtet werden. Der Denkmalschutz begleitet die Maßnahme laufend.

Die Treppe, die während der Baumaßnahmen zur Rampe umgebaut wurde, wird nach Abschluss der Arbeiten wieder hergestellt. Man sei bemüht, auch einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen. Dies sei jedoch an dieser Stelle nicht möglich, man werde aber andere Wege suchen.

Rudi Drasch wusste einige spannende Dinge über die Verzweigungen der Gänge bis hin zu ungewöhnlichen Orten und einige Anekdoten bei der Erforschung zu berichten. Mit Leidenschaft  geht er der Bierhistorie Vilshofens auf den Grund. Eine der sechs Brauereien am Stadtplatz, die Brauerei Wieninger, nutzte die Gänge als Lagerkeller für Fässer und Bier sowie als Eiskeller. Möglicherweise wurden die Räume schon im Mittelalter angelegt. Die Vilshofener erinnern sich noch an die spätere Nutzung als Bistro. Auch weitere Gänge wurden entdeckt: „Die Bürg ist wie ein Schweizer Käse.“

 „Wir haben hier ein Alleinstellungsmerkmal, das den Tourismus belebt“, war die einhellige Meinung.

Die Stadträte Robert Heininger und Fritz Lemberger erläuterten die Pläne für die Gestaltung des vorderen Raumes, der „musealen Charakter“ erhalten wird. Stadtgeschichte und Bierherstellung und Bierhistorie soll erlebbar werden. Man strebt einen guten Kompromiss an, auch neue Medien wie Handy-App oder Tablet zu nutzen, aber nicht zu hypermodern zu werden. Die „Bierwelt“ solle keinen Eintritt kosten, man werde sich aber anmelden müssen, um den Raum zu besichtigen.

Beim anschließenden Stammtisch der SPD-Ortsvereine in den Bürgerstuben sprach man weiter über das Projekt. „Die Zinsen sind niedrig, das Projekt wird nie wieder so billig zu haben sein wie jetzt“, betonte Fritz Lemberger. Die Intervention der CSU, die das Projekt im Stadtrat noch stoppen wollte, sei zum falschen Zeitpunkt gekommen, da nach der Abstimmung im Dezember, die für das Projekt ausging,  bereits Geld für Vorarbeiten ausgegeben wurde, das dann unwiederbringlich in den Sand gesetzt worden wäre. Ebenso wäre die Förderung weggewesen.

Erneut warben die SPD-Stadträte für das Projekt als einmalige Chance. „Das ist jetzt ein Start, aber das ist jederzeit auch noch erweiterbar“ zeigte Robert Heininger die Möglichkeiten für die Zukunft auf.

Hans Gaissinger regte nochmals an, zu weiteren Führungen im Bierkeller die Öffentlichkeit einzuladen und wird sich um die Organisation kümmern.

Weiteres Thema war unter anderem die Hackschnitzelheizung in der Alkofener Grundschule, die ebenfalls positiv gesehen wurde, da der Bauhof ausreichend Material für den Betrieb liefern könne, das nicht erst teuer zugekauft werden muss.

Der nächste Stammtisch findet voraussichtlich am 2. Mai statt. Der Ort wird noch bekannt gegeben.

 
 

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